Handwerkszeug fürs Technikstudium

February 1st, 2010

Buchrezension

Study Skills

CoverDie Autorinnen steigen mit der Anleitung zur Selbstanalyse ein: Fühle ich mich für mein Lernen selbst verantwortlich, was für ein Lerntyp bin ich? Stressentstehung und Umgang mit Stress werden differenziert erläutert. Frau erfährt, warum es gut ist, die Komfortzone auch mal zu verlassen. Zeitmanagement und Zeittypen helfen beim Organisieren des Studiums und bei der Work-Life-Planung. Stolperfallen werden auch angesprochen: Was Plagiate sind und worauf frau achten muss, um nicht versehentlich welche zu verfassen. Für Online- und E-Learning gibt es einen Leitfaden, wie frau die Angebote einschätzen und bewerten kann.

Neben den Überlegungen, was an Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein technisches Studium nützlich ist, gibt es dann noch Blicke über den Tellerrand. Dazu gehört, welche Soft Skills spätere Arbeitgeber schätzen. Oder wie sich mit kleinem Budget das Studium finanziell planen lässt. Es gibt sogar eine Vorlage für die eigene, kleine Buchführung.

Die Gestaltung ist etwas dröge. Und die Nummerierung innerhalb der Kapitel beginnt immer neu, es gibt keine Kapitelnummern in der Kopfzeile. Aber das sind nur Schönheitsfehler, die den Wert des Buches wenig beeinträchtigen.

Zu den Zielgruppen gehören nicht nur (angehende) Studierende, sondern auch Tutorinnen und Tutoren. Die können was lernen für ihre Betreuungsaufgaben und Erstsemesterveranstaltungen. Besonders hervorheben möchte ich noch den Abschnitt fürs Teilzeitstudium und seine speziellen Anforderungen.

Weiterführende Infos werden in Form von Linktipps, Buchtipps und Angabe von Hochschuleinrichtungen angegeben.

Fazit: Anschauen, nicht nur für Studierende interessant!

Themen

  • Stress- und Zeitmanagement
  • Erfolgreich “hören”
  • Teamarbeit
  • Präsentieren
  • Richtig lesen
  • Prüfungen bestehen
  • Arbeiten im Lab
  • Mit Fehlern umgehen
  • Konzepte erarbeiten
  • Technisches Schreiben
  • Mathematische Aufgaben lesen und lösen
  • Hilfe finden und Hilfe geben

Pat Maier, Anna Barney und Geraldine Price: “Study Skills for Science, Engineering and Technology Students”. Longman 2009. 20,99 EUR (D) / 17,99 £ (UK). ISBN 978-0-273-72073-7.

Altgriechischer Rechner aus Antikythera

February 1st, 2010

Die alten Griechen hatten’s faustdick hinter den Ohren - oder eher im Hirn. Sie hatten auch die Idee für einen antiken Rechner. Was heißt hier Idee? Das Ding lässt sich wirklich bauen: Ein britischer Museumskurator hat den antiken Antikythera-Mechanismus mal nachgebaut. Das Räderwerk funktioniert - powerlesse (ohne Strom) und stable (ohne Abstürze). Ein Schwammtaucher holte den Urrechner im Jahr 1901 nahe der griechischen Insel Antikythera aus einem 2000 Jahre alten Schiffswrack. Archäologen schenkten dem Klumpen aus korrodiertem Metall erst mal kaum Beachtung. Als der Klumpen dann im Athener Museumsarchiv zerbrach und Zahnräder sichtbar wurden, änderte sich das. Der älteste Rechner der Welt war gefunden.

Antik Der Mechanismus stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 150 vor Christus. Er besteht aus mehr als 30 Bronzezahnrädern. Die Archäologen betrachten ihn als ein Meisterwerk an Ingenieurskunst, an das während der nächsten 1000 Jahre nichts Ähnliches heranreichen konnte.

Michael Wright, ehemals Kurator des Science Museums in London, hat das antike Gerät nachgebaut. Er erläutert die Funktionsweise so: Mit einem Griff an der Seite kann man die Zeiger einstellen, die  gemäß der alten Modelle die Positionen verschiedener Himmelskörper darstellen. Ein Zifferblatt an der Vorderseite zeigt einen griechischen und einen ägyptischen Kalender, die Zeiger die Positionen des Mondes und der damals bekannten fünf Planeten. Auf die Rückseite gehören zwei Scheiben, eine zeigt einen 19-Jahres-Kalender und die Olympiaden. Eine zweite, tieferliegende Scheibe zeigt, wann Sonnen- und Mondfinsternisse zu erwarten waren.

Quellen

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,451192,00.html und
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,597016,00.html und
http://en.wikipedia.org/wiki/Antikythera_mechanism

    (PS: Das Bild zeigt ägyptische Hieroglyphen und hat außer Antike nix mit dem Rechner zu tun)

    Daten ausgraben

    February 1st, 2010

    Buchrezension

    Data Warehouse & Data Mining

    CoverDas Thema ist nicht ganz trivial. Eher komplex. Trotzdem hätte ich erwartet, dass das Buch die werte Leserin mitnimmt. Leider ist der Stil aber sehr eckig geraten. Da staubt es nur so heraus aus den Abschnitten, die den roten Faden vermissen lassen. Überleitungen von einem Abschnitt zum nächsten? Fehlanzeige. Dafür kommt nach jeder Kapiteleinführung eine Auflistung der jetzt folgenden Unterkapitel. Überflüssig. Vor allem dann, wenn die Unterkapitel an der Stelle nicht einmal kurz charakterisiert, bewertet oder irgendwas werden…

    Obwohl ich mich gerade sehr für das Thema interessiere, kann ich mich nicht dazu durchringen, das Buch komplett durchzuackern. Das liegt nicht nur daran, dass Abkürzungen nicht immer erklärt werden (wieso steht “ETL” nicht im Glossar?), sondern auch daran, dass das ganze Layout lieblos wirkt. Und der Inhalt wirkt zusammengewürftelt. Was teilweise auch daran liegt, dass die Gliederung wenig innere Struktur erkennen lässt. Schade. Nix für die Praxis, vielleicht was für Leute, die sich in die trockenste Welt der Wissenschaft einleben möchten. Ganz vermisst habe ich u. a. Self-Organising-Maps.

    Fazit: Komplexer Stoff lässt sich auch besser darstellen.

    Themen u. a.

    • OLAP
    • Verschiedene Systeme
    • Datenwürfel
    • Vorgehensmodelle zur Gestaltung von Informationssystemen
    • Einsatzbereiche
    • Modellierung
    • Implementierung
    • Datenmuster erkennen
    • Auswahl und Sichtung von Daten
    • Web Mining und Text Mining
    • Neuronale Netze
    • Clusterverfahren
    • Assoziationsanalyse

    Roland Gabriel, Peter Gluchowski und Alexander Pastwa: “Data Warehouse & Data Mining”. W3L GmbH 2009. 19,90 EUR. ISBN 978-3-937137-66-7.

    Förderpreis: Frauen und Medientechnologie 2010

    January 30th, 2010

    Förderpreis

    Der Förderpreis von ARD und ZDF richtet sich an Absolventinnen in technischen Studiengängen an (Fach)-Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Abschlussarbeiten sich mit technischen Fragen der audio-visuellen Medienproduktion oder -distribution im Rundfunk befassen.

    Bewerbungsschluss: 28. Februar 2010

    Mehr Infos im Flyer:
    ARD_ZDF_Foerderpreis_Frauen_und_Medientechnologie_2010.pdf

    Website mit Infos über Zweck, Zielgruppe, genaue Bewerbungs- und Vergabemodalitäten, Terminen etc.: www.ard-zdf-foerderpreis.de

    Schneeflocken malen (lassen)

    January 2nd, 2010

    Lindenmayer, Koch und die berechnete Natur

    Es schneit Die dunklen Tage läuten den Winter ein. Und was fehlt uns hierzulande dann so oft? Na klar, Schnee! Da ist es doch schön, wenn man was studiert hat, bei dem sich vielleicht doch noch eine Lösung finden lässt. Schneeflocken kann man sich nämlich auch per Programm erzeugen.

    Das ist gar nicht mal so schwer. Mit einem sehr simplen Algorithmus kann aus einem einfachen Dreieck eine sehr hübsche Flocke entstehen. Ein paar Ergänzungen, und es werden auch viele verschiedene Flocken: mathworld.wolfram.com/KochSnowflake.html.

    Schneeflocke malenDas Basisrezept

    Man nehme ein gleichseitiges Dreieck.

    Jede gerade Linie (also jede Seite des Dreiecks) ersetze man nun wie folgt:
    Die Linie dritteln, das mittlere Drittel herausnehmen und durch zwei genauso lange Stücke ersetzen, die einen spitzen Winkel auf der ursprünglichen Linie bilden.

    Je öfter man das tut, desto weicher wird die Schneeflocke.

    Erstaunlich

    Die Koch’sche Schneeflocke ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern hat auch erstaunliche Eigenschaften. Sie ist unendlich lang, passt aber trotzdem immer in dasselbe Quadrat, das man als äußere Begrenzung um das erste Ergebnis aus dem Ursprungsdreieck ziehen kann. Fläche bleibt gleich

    Und: Unter einer Lupe betrachtet, ist jeder Abschnitt der Außenlinie einem anderen Abschnitt ähnlich, der nicht vergrößert ist.

    Den mathematischen Hintergrund dazu kann man auf einer englischen Matheseite nachlesen: scidiv.bellevuecollege.edu/MATH/Snowflake.html.

    Lindenmayer-Systeme

    Die Kochkurve gehört zum selben Informatikfeld wie die Lindenmayer-Systeme.  Diese Systeme erzeugen durch Algorithmen komplexe Formen. Da lassen sich sogar Sträucher “pflanzen”, die der Wirklichkeit verblüffend ähnlich sind: www.inkscape.org/screenshots/gallery/inkscape-0.44-lindenmayer.png.

    Wer mehr über L-Systeme erfahren will, findet an der Uni Mainz eine gute Zusammenfassung: www.informatik.uni-mainz.de/lehre/cg/SS2006_SCG/talks/LindenmayerSystems/LindenmayerSysteme.pdf

    Beauty of PlantsEin wunderschönes Buch gibt es auch: “The Algorithmic Beauty of Plants” als PDF-Download oder als Papierversion (Antiquariat).

    Borakel, eine Orientierungshilfe für Studium und Beruf

    January 2nd, 2010

    Borakel-LogoDie Ruhruni Bochum bietet einen Test, um sich die eigene Fähigkeiten und Kompetenzen vor Augen zu führen. Darüber hinaus gibt es auch einen Test, der bei der Studiengangwahl hilft. Schließlich wird noch die Uni Bochum von “Online-Tutoren” vorgestellt. Letzteres fällt unter Werbung.

    Von den beiden Tests hab ich den mit dem hübschen Titel “Mein Berufsweg…” ausprobiert. Nun ja, frau (oder man) braucht einige Zeit. Setzt mal zwei Stündchen an, dann isses in etwa geschafft. Das Ergebnis fand ich durchaus brauchbar, auch wenn meine sprachliche Kompetenz laut Testergebnis sehr zu wünschen übrig lässt ;-)
    Alles andere passte gut.

    Und hier gibt’s das Borakel: www.ruhr-uni-bochum.de/borakel

    Die andere Suchmaschine

    January 2nd, 2010

    Andere SuchergebnisseBei spezify.com gibt es Ergebnisse, die abseits des Mainstreams gefunden werden. Einmal Klicken, und das ausgewählte Rechteck vergrößert sich mit weiteren Infos. Nochmal klicken, und der Suchtreffer, sprich die Website, öffnet sich. Der Tipp stammt übrigens aus der guten alten c’t.

    Nach Belieben kann frau die Suche auf Medientypen eingrenzen: Fotos, Text, Video, Sound, Tweets. Eine Einschränkung auf Fotos sieht dann z. B. so aus:
    Nur Fotos finden

    Von der Idee zur Lösung

    January 2nd, 2010

    Hörbuchrezension

    Reise ins Land der Ideen

    CoverDas Hörbuch verrät in 53 Minuten, wie frau Ideen finden, auswählen und umsetzen kann. Das Ganze folgt einem einfachen Prinzip: Fragestellung formulieren, Ideen generieren und eingrenzen, Lösung auswählen, Idee präsentieren und gegen mögliche Einwände durchsetzen. Ganz so einfach ist es in der Praxis dann zwar nicht. Aber der Autor gibt einige brauchbare Tipps. Er scheint sein Handwerk gelernt zu haben, er stellt u. a. die Vor- und Nachteile von Einzelarbeit und Gruppenarbeit gegenüber. Der Prozess von der Idee zur Lösung wird anhand der Metapher “Reise” erklärt.

    Leider ist die Erklärung sehr schnell gesprochen. Gerade bei den Methoden hätte ich mir gewünscht, die Erklärung hätte mir etwas Luft zum Mitschreiben gelassen. So musste ich tatsächlich an einer Stelle zurückspulen. Zum Hörbuch gibt es vom Verlag auch Checklisten, die frau sich von der Website besorgen kann. Das läuft leider über ein Kontaktformular, in dem frau ihre Emailadresse (wohin die Listen geschickt werden) und ihre Postadresse (wofür??!?) eingeben muss (Pflichtfelder). Schade, sowas trübt denn doch den guten Gesamteindruck. Mal sehen, wann meine Checklisten im Posteingang ankommen. Ich hab nur eine Emailadresse angegeben und ansonsten Dummytexte in die Mussfelder geschrieben…

    Fazit: Interessant und praxistauglich

    Themen

    • Beschreiben des Problems
    • Ideen erzeugen
    • Lösung eingrenzen
    • Darstellung der Lösung

    Timo Off: “Reise ins Land der Ideen. Audiotraining”. Hörbuch-CD. Wortaktiv Verlag 2008. 16,80 EUR. ISBN 978-3-9812384-1-9.

    Abläufe einfangen

    December 30th, 2009

    Buchrezension

    Requirementsengineering und -Management

    CoverDas Buch gefällt mir wirklich gut. Verschiedene Vorgehensweisen werden vorgestellt, die langjährige Erfahrung und Praxis der Autorin und ihres Teams sind spürbar. Nützlich auch die Übersicht, welche Ermittlungstechnik bei welchen Einflussfaktoren angeraten ist. Leider fehlt ein Glossar, irgendwo hört ein Satz mittendrin auf. Ansonsten wimmelt mein Exemplar vor Lesezeichen, damit ich mir die interessanten Stellen später wieder ansehen kann. Checklisten und Beispiele erleichtern die eigene Umsetzung in die Praxis. Ein durchgehendes Fallbeispiel macht die Methoden anschaulich. Wie bei jedem guten Buch, gibt es für Einsteigerinnen und für Profis genug Material. Wer sich mit Anforderungen beschäftigt, sollte ihre Nase auf jeden Fall mal in dieses Buch stecken.

    Wer das Buch hat, kann sich für den geschützten Downloadbereich melden und bekommt Geschenke: Ein Büchlein “Requirements Engineering - Ein Überblick” von Chris Rupp für die Jackentasche und ein UML-Poster für die Anforderungsanalyse.

    Fazit: Viele gute Ideen, etwas wuselige Gestaltung (ich wollte eigentlich kein Wimmelbuch ;-)

    Einige der behandelten Themen

    • Worum geht’s beim Requirementsengineering?
    • Qualitätskriterien
    • Von der Idee zur Spezifikation
    • Was muss erhoben werden?
    • Vorgehensmodelle und Standards
    • Beteiligte
    • Kontext und Grenzen
    • Kundenwünsche erkennen
    • Ermittlungstechniken
    • Anleitung zum Hellsehen
    • SOPHIST-REgelwerk
    • Transformation: Sprachliche Effekte
    • Satzbestandteile prüfen
    • Sätze und Gesamtbild prüfen
    • Schablonen für Formulierungen
    • Dokumentieren
    • Geschäftsprozesse beschreiben
    • Ziele und Systemkontext
    • Begriffe und Definitionen
    • Von der Grob- zur Feinanforderung
    • Nicht-funktionale Anforderungen
    • Anforderungen validieren
    • Prüftechniken
    • Qualitätsmetriken
    • Anforderungen managen
    • Versionierung und Zustände
    • Strukturen und Mengen
    • Change- und Releasemanagement
    • Wiederverwendung
    • Verträge
    • Konsolidierungstechniken
    • Einführungsstrategien

    Chris Rupp und die SOPHISTen: “Requirements-Engineering und -Management. Professionelle, iterative Anforderungsanalyse für die Praxis”. Hanser 2009. 49,90 EUR. ISBN 978-3-446-41841-7.

    Salzburg ruft

    December 23rd, 2009

    LogoCall for Lectures 2010

    An der Universität und der Fachhochschule in Salzburg finden wieder die  ditact_women´s IT summer studies, die österreichische Sommeruniversität, statt. Mit dem Call for Lectures sind engagierte Fachfrauen aufgerufen, sich als Dozentinnen zu bewerben.

    Termine

    Bewerbungsfrist: 31.01.2010
    Entscheidung über Veranstaltungsangebote: März 2010
    Sommerstudium: 23.08. - 04.09.2010

    Mehr Infos: www.ditact.ac.at

    meccanica feminale 2010

    December 19th, 2009

    LogoDie Hochschule Furtwangen lädt ein zur 1. meccanica feminale vom 10.-14. März 2010.

    Studentinnen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik und alle interessierte Fachfrauen können hier an fünf Tagen …

    • Lehrveranstaltungen auf hohem fachlichem Niveau besuchen (ECTS-Punkte möglich)
    • Kurse für die persönliche Weiterbildung belegen
    • neue Eindrücke und Erfahrungen außerhalb der eigenen Hochschule sammeln
    • Vorbilder aus Forschung und Industrie hautnah erleben
    • sich mit anderen Studentinnen und Fachfrauen vernetzen

    Aufbauend auf das bewährte Konzept der informatica feminale Baden-Württemberg bietet sich hier eine Plattform, auf der sich Studentinnen und Wissenschaftlerinnen aus den Fachgebieten Maschinenbau und Elektrotechnik sowie Ingenieurinnen aus der Praxis hochschulübergreifend kennenlernen und netzwerken.

    Für Studentinnen und Nicht-Erwerbstätige ist die Teilnahme an den professionellen Vorlesungen, Workshops und Seminaren für 40,- EUR bzw. für 20,- EUR (Wochen- bzw. Halbwochenkurs) möglich.

    Im Anschluss an das Kursprogramm werden täglich Vorträge mit unterschiedlichen Themen angeboten - kostenlos und offen für alle interessierten Frauen.

    Am Samstag, 13. März 2010, sind alle Schülerinnen ab Klasse 10 zum Schülerinnentag eingeladen, einen Tag Hochschulluft zu schnuppern und sich über das Maschinenbau- und Elektrotechnikstudium zu informieren.

    Die Frühjahrshochschule wird organisiert vom Netzwerk Frauen.Innovation.Technik Baden Württemberg, das durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt wird. Der Sitz des Netzwerks befindet sich an der Hochschule Furtwangen University auf dem Campus in Schwenningen.

    Das ausführliche Veranstaltungsprogramm (mit Online-Anmeldeformular) ist abrufbar im Internet unter www.meccanica-feminale.de. Persönliche Informationen erhalten Sie direkt beim Netzwerk Frauen.Innovation.Technik per mail unter meccanica(at)hs-furtwangen(punkt)de.

    Kursangebote für die IF in Ba-Wü gesucht

    December 19th, 2009

    Logo

    Die Sommerhochschule für Informatikstudentinnen und IT-Fachfrauen gibt es auch wieder 2010. Dozentinnen und IT-Fachfrauen sind aufgerufen, ein Angebot abzugeben für die informatica feminale an der Universität in Freiburg.

     Zeitplan

    • Beitragsschluss für den Call for Lectures: 31.01.2010
    • Entscheidung durch das Programmkomitee: 18.02.2010
    • Termin für die Sommeruni: 27.07. - 31.07.2010

    Mehr Infos:
    www.informatica-feminale-baden-wuerttemberg.de

    Call:
    www.scientifica.de/netzwerkfit/informaticafeminale/call-for-lectures.html

    MINT-Frauen als Mentorinnen gesucht

    December 19th, 2009

    LogoStart im April 2010

    Das E-Mentoring-Programm CyberMentor - bei dem auch ich mich als Mentorin beteilige - sucht für die nächste Runde Frauen, die im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) tätig sind.

    Als Mentorin tauscht man sich mit einer Schülerin per E-Mail aus, kann an Schulungen und Treffen teilnehmen und ist Teil eines MINT-Frauen-Netzwerkes. Für die letzte Mentoringrunde gab es über 800 Mentoringpaare. Für die nächste Runde suchen die Organisatorinnen und Organisatoren 800 neue MINT-Frauen für das Programm - neben denjenigen Mentorinnen, die sich weiterhin beteiligen.

    Überlegt doch mal, ob Ihr Lust habt, Euch in der nächsten Runde zu engagieren. MINT-Frauen als Mentorinnen sind zwar selten, aber wir werden immer mehr ;-)

    Kennt Ihr vielleicht noch mehr Frauen, die im MINT-Bereich tätig sind oder ein MINT-Fach studieren? Dann schickt ihnen doch die Info auch.

    Aushang/Flyer: www.cybermentor.de/ci/materialien/cm_aushang.pdf

    Mehr Infos: www.cybermentor.de

    Advent, Advent

    December 5th, 2009

    Informatikadvent
    Ein Adventskalender voller Informatik-Wissen und Linktipps: www.informatik.uni-mainz.de/adventskalender

    Achtung, am 3. Dez ist die Website-Datenbank-Verbindung wech, aber mit einer kleiner URL-Anpassung kommt frau doch ran: einfach alles hinter dem letzten Slash aus der Browseradressezeile weglöschen.

    Frauen in die Technik und Eltern in die Wissenschaft

    December 5th, 2009

    Buchrezensionen

    Frau Dr. Ing.
    Wissenschaft als Lebensform - Eltern unerwünscht?

    Frau Dr. Ing.

    CoverHeute studieren in Deutschland weit weniger Frauen technische Fächer als Männer. Was hält sie davon ab? Worauf müssen Hochschulen achten, wenn sie mathematisch interessierte und technisch begabte Schülerinnen für ein Ingenieurstudium gewinnen möchten? Antworten gibt es hier. Immer im Blick, dass mehr junge Frauen sich für einen MINT-Beruf entscheiden. MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

    Die qualitative Längsschnittstudie vermittelt Gründe, die junge Frauen vom Technikstudium abhalten: Unsicherheit angesichts ihrer Zukunftsentscheidung, unvereinbare Bilder vom eigenen Frausein und ihre Vorstellungen vom technisch orientierten Studium. Aus ihrer Analyse entwickelt Kathrin Gräßle Empfehlungen für die Didaktik der Hochschulorientierungsangebote. Dazu gehört, Rückhalt zu bieten, Raum für Reflexion der Studienwahlsituation zu schaffen und persönliche Netzwerke zu ermöglichen. Kurz gesagt: Emotion und Bilder fassbar machen und damit das Studienwahlspektrum der jungen Frauen öffnen.

    Die Autorin

    Dr. Kathrin Gräßle ist Bildungswissenschaftlerin mit einem Diplom in Pädagogik, Schwerpunkt Bildungswesen. Sie studierte an den Universitäten von Tübingen und Kopenhagen. Nach mehreren Jahren in der Erwachsenenbildung hatte sie viel Erfolg bei der Projektleitung der “Sommeruniversität für Frauen in Naturwissenschaften und Technik” in Duisburg zu verbuchen. Auch als Studienberaterin der Universität Duisburg-Essen hat sie die praktische Erfahrung für ihre Forschung gesammelt. Derzeit arbeitet sie im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen im Referat “Forschung und Bildung, Übergang Schule-Hochschule, Zukunft durch Innovation”.

    Fazit: Lebendige Dissertationsschrift, mir selbst haben die Einzelfallanalysen sehr gut gefallen

    Themen

    • Forschungsstand: Junge Frauen mit MINT-Interesse
    • Theoretische Grundlagen: Berufswahl und Erwachsenenbildung
    • Forschungsmethode
    • Einzelfallanalysen
    • Didaktische Darlegungen: Studienwahlberatung der Hochschulen

    Kathrin Gräßle: “Frau Dr. Ing. Wege ebnen für Frauen in technische Studiengänge”. Verlag Barbara Budrich 2009. 19,90 EUR. ISBN 978-3-86649-243-X.

    Wissenschaft als Lebensform - Eltern unerwünscht?

    CoverDie Schere an der Hochschule geht auseinander. Ach was, nicht die Schere, eine ganze Kiste voller Scheren. Im Kern immer: Karriereverläufe im Verhältnis zum Geschlecht. Kurz: Frauen im Studium sind in der Mehrheit, Professorinnen sind immer noch seltene Exemplare. Das gilt insbesondere für Mütter. Und so widmet sich dieses Buch einem oft totgeschwiegenen Thema. Dass Familienplanung und -leben in Forschung und Wissenschaft besonders schwierig ist. Datenbasis ist NRW, aber das Thema ist unabhängig vom Standort… spannend!

    Fazit: Wer Zahlen und Fakten sucht, hier sind sie.

    Themen

    • Spannungsverhältnis zwischen Elternschaft und Wissenschaftskarriere
    • Asymmetrische Geschlechterkultur
    • Wissenschaft als Lebensform
    • (Un-)Vereinbarkeit von Individualisierung und Elternschaft
    • Partnerschaft qualifizierter Paare
    • Arbeitsplatz Hochschule
    • Elternschaft in der Qualifizierungsphase
    • Situationsanalyse des wissenschaftlichen Personals
    • Balanceakt zwischen Kindern und Karriere

    Sigrid Metz-Göckel, Christina Möller und Nicole Auferkorte-Michaelis: “Wissenschaft als Lebensform - Eltern unerwünscht? Kinderlosigkeit und Beschäftigungsverhältnisse des wissenschaftlichen Personals aller nordrhein-westfälischer Universitäten”. Verlag Barbara Budrich 2008. 19,90 EUR. ISBN 978-3-86649-093-2.